Mittwoch, 16. April 2014

Du weißt, dass du in den USA bist, wenn...

...alle 200m eine amerikanische Flagge zu sehen ist.
...die Eltern Sticker von den Schulen, die ihre Kinder besuchen, auf ihrem Auto kleben haben.
...du ständig angehupt wirst.
...die Autofahrer nur selten blinken.
...die Kinder drinnen Pause haben, da es etwas regnet, kalt ist oder Schnee liegt.
...auf dem Parkplatz kreuz und quer Einkaufswagen herumstehen, die von Mitarbeitern wieder eingesammelt werden.
...dein Einkauf eingepackt wird.
...du auch einen 1$-Einkauf mit Karte zahlst.
...du zum Frühstück Bagel, Pancakes, Waffeln, Bacon oder Muffins bekommst.
...du alle 500m einen Starbucks findest.
...du getankt bekommst (zumindest in New Jersey).
...es unterschiedliche Benzinpreise für Bar- und Kartenzahlung gibt (zumindest in New Jersey).
...du von hinten statt von vorne geblitzt wirst.
...ein Umtausch absolut gar kein Problem ist.
...jeder eine Putzfrau hat.
...es manchmal auch Autobahnauf- und abfahrten auf der linken Seite gibt.
...dir alles etwas größer vorkommt (z.B. Autos, Essensportionen, Getränke, sonstige Verpackungen, ...).
...du nur aufschiebbare, ständig klemmende Fenster in deinem Zimmer hast.
...quasi keine Hausisolierung vorhanden ist.
...Essen erst nach Wochen schimmelt anstatt nach wenigen Tagen.
...es 10 verschiedene M&Ms- und Oreo-Sorten im Regal zu entdecken gibt.
...dir ständig Leute in Gammelhose mit UGG Boots begegnen.
...keiner am Zebrastreifen anhält.
...dir ein gelber Schulbus begegnet.
...du nur noch Automatik-Autos findest.
...es das 12- anstatt das 24-Stunden-System gibt.
...du keine Küchenwaage finden kannst, da alles mit "Cups" gemessen wird.
...es alles in klein und komplett fertig oder in riesig gibt.
...wenn du von Marken und Elektronik umgeben bist.
...dir alle paar Minuten jemand mit einem Coffee-to-go-Becher entgegenkommt.
...die meisten unmöglich lange arbeiten.
...die Schränke meistens in der Wand eingebaut sind.
...die Kinder in den Sommerferien alle im Camp sind.
...die Kinder mindestens 2 Aktivitäten nach der Schulzeit ausüben (Baseball, Softball, Fußball, Kampfsport, Geige, Gesangsunterricht, Tanzen, Schwimmen, ...).
...die Kinder verwöhnt und kaum selbstständig sind.
..."Playdates" von den Eltern für ihre Kinder 3 Tage im Voraus organisiert werden.
...die Kindergeburtstage etwas groß und übertrieben ausfallen.
...du für einen Einkaufswagen keinen Pfand brauchst.
...du kein Bügeleisen benutzen musst.
...du einen "Disposal" (Müllzerschredder) im Spülbecken siehst.
...du zum Shoppen in eine "Mall" (ein Einkaufszentrum) gehst.
...die Leute auch für 100m ihr Auto nehmen.
...die Zeitung aus dem Auto in deine Einfahrt geworfen wird.
...du links und rechts überholt wirst.
...die Ampeln herumschwingen.
...du auch um 22 Uhr noch gemütlich einkaufen gehen kannst.
...du um diese Uhrzeit dann auch noch Eltern mit ihren Kindern im Laden siehst.
...Eltern ein Vermögen in die Bildung ihrer Kinder investieren (müssen).
...du Angst hast krank zu werden, da du es dir nicht leisten kannst.
...einfach alles in den Trockner gepackt wird.
...du dich beim Duschen wie im Schwimmbad fühlst (Chlorgeruch).
...du alle 300m ein Stopp-Schild siehst.
...du dich nicht aussperren kannst.
...es eine doppelte Haustür gibt (erst Glas- dann "richtige" Tür).
...die Verkäufer sich bei dir bedanken, weil du eine Einkaufstasche mitgebracht hast.
...die Verkäufer sich bei dir bedanken, weil du deinen Einkauf selber einpackst.
...du an vielen Kreuzungen bei rot rechts abbiegen darfst.
...Dreijährige besser mit einem iPad/Tablet umgehen können als du.







Sonntag, 13. April 2014

Flüge gebucht, Broadway Musical gesehen und nebenbei ein bisschen Uni gehabt

Jippiii, der Flug zur Westküste in meinem Reisemonat ist gebucht :-)
Am 5. August heißt es "Hello San Francisco". Ich werde also mit 3 Freundinnen einen Roadtrip an der Westküste machen. Bisher sieht der Plan so aus: San Francicso - Yosemite National Park - Las Vegas - Antelope Canyon - Grand Canyon - nochmal Las Vegas - San Diego - Los Angeles...und dort dann Surfen lernen :-)
Bin jetzt schon super gespannt und voller Vorfreude!

In New York gibt es für Musicals 2 Stunden vor der jeweiligen Vorstellung immer eine Lotterie. Da kann man dann für 30$ Tickets gewinnen. Ein Traum, wenn man bedenkt, dass die Preise bei ca. 130$ beginnen.
Die Sitzplätze sind zwar nicht immer die Besten, da man manchmal nicht alles sehen kann, aber für den Preis ist es trotzdem super.
Jaa und letzte Woche Samstag haben wir dann endlich nach dem sechsten Versuch Musicalkarten für das Musical "Newsies" gewonnen. Die Show ist der absolute Hammer :-) Es war so perfekt, dass ich manchmal dachte, ich schaue mir gerade einen Film an *einfach nur dahin schmilz*
Schaut euch mal das Video an, dann seht ihr, wie das Musical so aufgezogen wird. Die Tänze waren traumhaft.

https://www.youtube.com/watch?v=y_Sz7_7T50Q




Jetzt am Wochenende hatte ich mein letztes von 3 Uni-Wochenenden.
Hatte an den Samstagen den Kurs "Films in New York" und an den Sonntagen "Montreal: French in America". Beides war viel interessanter als gedacht. Die Zeit verging sehr schnell und es hat relativ viel Spaß gemacht - für so einen Au Pair Unikurs eher ungewöhnlich ;-) Aber die Lehrer waren auch einfach cool.
Im Mai geht es dann für 1 1/2 Tage nach Montreal. Bin schon gespannt und freue mich riesig drauf, da es eine wirklich schöne und interessante Stadt sein soll. Und ich werde sehen, wie viel Französisch aus meiner Schulzeit noch hängen geblieben ist, da alle Schilder etc. auf franzözisch dort sind.
Im Filmekurs haben wir zuerst über Filme vor den 34er Jahren gesprochen, denn in den Jahren gab es den sogenannten Code noch nicht. Dann ging es um den Zeitraum während des Codes, in dem viele Dinge nicht gezeigt werden durften. Nach ein paar Jahren wurde der Code dann auch wieder abgeschafft und wir sehen heutzutage eben ähm quasi alles ;-) Natürlich haben wir immer einen Film dazu geschaut und darüber gesprochen.
Im Montrealkurs gab es viel Geschichte zu hören und ebenfalls auch Filme bzw. Dokumentationen zu sehen. Und wir mussten kleine Referate halten. Hach, wie habe ich es nicht vermisst ;-)

Außerdem habe ich an dem Wochenende Steffi aus Maryland noch einmal kurz treffen können, was wieder wunderschön war. Sie war mit ihren Eltern in New York. Waren kurz zusammen Bummeln und dann mexikanisch Essen. Vorher ein Stopp beim Bullen auf der Wall Street.



Letzte Woche ist dann übrigens auch endlich der Frühling in New Jersey angekommen. Da wird man nun  morgens mit Vogelgezwitscher geweckt und die Chipmunks kommen aus ihren Löchern :-) Das sind so goldige Tiere.



Montag, 7. April 2014

My host family

Mein Bruder meinte die Tage, ich solle unbedingt mal mehr von meiner Gastfamilie erzählen.
Irgendwie hat er Recht, so viel schreibe ich gar nicht über sie. Das liegt wohl daran, dass es mein Alltag ist und ich keine Bilder von ihnen posten kann. Bilder gibt's dann im September zu sehen ;-)

Mittlerweile bin ich seit 3 1/2 Monaten in der neuen Gastfamilie. Der Wechsel in eine neue Familie war das Beste was ich machen konnte. Es ist einfach klasse in der neuen Familie. Sie sind alle so lieb und offen. Und die Kinder (Junge 6 und Mädchen 10) sind auch schonmal richtig verkuschelt - ist in dem Alter ja immer so eine Sache.
Außerdem sind meine Arbeitszeiten so gemütlich, dass ich abends auch gerne ab und zu noch Zeit mit meiner Gastfamilie verbringe, was in der anderen Gastfamilie absolut nicht der Fall war - und in vielen Gastfamilien ehrlich gesagt auch nicht der Fall ist.

Diese Woche war endlich mal kurz der Frühling da, also ging es abends noch einmal raus zum Skateboard (sitzend) fahren. Tolles Workout für mich: Kinder anschieben und mitrennen :-D Mein großes Gastkind und mich hat jetzt der Ergeiz gepackt Skateboard fahren richtig zu lernen. Auf geht's...habe noch 4 Monate Zeit!
Und auch so werden meine Fähigkeiten im Spielen sehr gefordert - und gefördert?! Zum Beispiel hat mein kleines Gastkind Tischtennis neu. Das wird dann natürlich viel gespielt. Oder Tischfußball! Ich mags ja eigentlich gar nicht, aber irgendwie ist es in einer 50cm x 30cm Variante witzig zu spielen. Wenn ich wieder nach Hause komme bin ich auch definitiv gut im Lego bauen ;-)
Manchmal fühle ich mich wie in die Vergangenheit zurückgesetzt. Da spiele ich dann mit den Kindern als wäre ich selbst eins. Und das Tag für Tag. Bin aber sehr froh, dass es so ist und ich nicht mehr in einer Fernseh-, Kindle-, iPad-, Wii-, etc. orientierten Familie wohne.
Jetzt steht eben so etwas auf dem Programm:
Legos bauen, Tischtennis und Tischfußball spielen, Wasserpistolenschlacht mit den ganzen Nachbarskindern veranstalten (hatten wir an dem einen Frühlingstag letzte Woche), Vorlesen, Malen, Basteln, Buden bauen, die Treppe auf dem Popo runterrutschen (Autsch! Dafür bin ich echt nicht mehr gemacht. Greife dann lieber auf ein Kissen unterm Po zurück :-P ), Gemeinschaftsspiele spielen (jeden Tag Phase 10 :) Ich meinte heute zu der Großen, dass wir dann unbedingt mal via Skype Phase 10 spielen müssen, weil ich es sicherlich fürchterlich vermissen werde!!), Puzzlen, Hangman spielen, Straßenmalkreide malen, Skateboard und Cityroller fahren, Kinderserien schauen, Seilchen springen, Tae Kwon Do Übungen von meinem kleinen Gastkind lernen oder Bananenbrot mit meinem großen Gastkind backen.
Mit so einem vielfältigen Programm verfliegt die Zeit wie im Flug...